Textilien werden teurer

Eine nicht gerade angenehme Nachricht vom Textilmarkt.

Alle großen Textilhersteller, also auch die Hersteller für T-Shirts, Polos, Sweat-Shirts und alle Arten von Berufsbekleidung haben höhere Preise für ihre Produkte  entweder angekündigt oder realisiert
Grund ist der Preisanstieg bei Baumwolle. Anfang November 2010 musste man an der Bremer Baumwollbörse 154,50 US-Cent pro Pfund (454 g) zahlen. Das sind 97 Prozent mehr als im Vorjahr

Bei einem T-Shirt macht der Rohstoff Baumwolle immerhin 80% der Kosten aus.

Ursachen der Preisexplosion sind schlechte Ernten in Pakistan (Hochwasser-Katastrophe !) und China sowie eine erhöhte Nachfrage weltweit.  Auch längst fällige Lohnerhöhungen in China und Indien verteuern zusätzlich diesen Rohstoff. In den USA ist die Anbaufläche für Baumwolle in den letzten Jahren drastisch reduziert worden zugunsten energiewirtschaftlich nutzbarer Pflanzen.

{multithumb}Diese unscheinbare Samenkapsel bringt das ganze Textilpreisgefüge ins Wanken.

Selbst die Chinesen müssen jetzt Baumwolle auf dem internationalen Markt zukaufen.

Ein Großteil der Textilien in Deutschland kommt aus China. Chinesische Produzenten haben ihre Preise um bis zu 70 Prozent erhöht!

Und wenn die Baumwolle knapp wird, steigt die Nachfrage nach anderen Fasern wie Viskose oder Polyester. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Preise dieser Produkte aus.

Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

Ja, vielleicht. Die Baumwollpreise sinken wieder. Allein im November um 22 Prozent. Denn die USA-Baumwollernte verspricht gut zu werden. Aber ob das die Umkehr des Trends ist???