EN 13034 Typ 6 Chemikalienschutz

Chemikalienschutz

Schutzkleidung mit eingeschränkter Schutzwirkung gegen die Einwirkung kleiner Mengen versprühter (flüssige Aerosole, Spray) oder verspritzter (mit niedrigem Druck auftreffende) Chemikalien geringer Gefährlichkeit. Keine vollständige Barriere gegen Flüssigkeitspermeation, da der Anwender bei Kontamination rechtzeitig geeignete Maßnahmen treffen kann. Die Schutzkleidung wird z.B. in der Chemie- und Erdölindustrie sowie der Labortechnik eingesetzt.

Das Material, aus dem diese Schutzkleidung besteht, erfüllt die lt. Norm festgelegten Prüfanforderungen an:

  • Abriebfestigkeit Klasse 6 > 2.000 Touren
  • Weitereißfestigkeit Klasse 2 > 20 N
  • Zugfestigkeit Klasse 5 > 500 N
  • Durchstichfestigkeit Klasse 2 > 10 N
  • Flüssigkeitsabweisung (R = Repellency)
  • Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten (P = Penetation)
  • Widerstand gegen Entflammung

Jede der Anforderungen wird in Leistungsstufen klassifiziert. Diese sind in der EN 14325, Prüfverfahren und Leistungseinstufung für Materialien, Nähte, Verbindungen und Verbünde erfasst.

Die Prüfungen von R und P erfolgen mit Referenzchemikalien H2SO4 (30 %ig), NaOH (10 %ig), o-Xylen (Lösungsmittel, unverdünnt), Butan-1-ol (Lösungsmittel, unverdünnt). Es ist darauf zu achten, dass eine Übertragung der Ergebnisse auf andere Chemikalien nicht möglich ist bzw. die Durchführung entsprechender Zusatzprüfungen erfordert.

Leistungsstufen:

30 % H2SO4 R = Klasse 3 P = Klasse3
10 % NAOH R = Klasse 3 P = Klasse3
Klasse 3 = R > 95% P < 1%
Klasse 2 = R > 90% P < 5%
Klasse 1 = R > 80% P < 10%

Die Bekleidung schützt nicht vor organischen Lösungsmitteln. Die Fluorcarbonausrüstung muss nach jeder Wäsche nachgerüstet werden.